Löwenzahnwein
Juni 4th, 2008Dreckige nackte Füße,
barfußlaufen,
Magnesiumpulververhände, klettern,
sattes Grün, Löwenzahn, Raps,
Hochsommer im Juni, wie schön.
Dreckige nackte Füße,
barfußlaufen,
Magnesiumpulververhände, klettern,
sattes Grün, Löwenzahn, Raps,
Hochsommer im Juni, wie schön.
Wenn das Gehirn so einfach wäre, daß wir es verstehen könnten, wären wir zu dumm, um es zu begreifen.
Diesen Satz fand ich letzte Woche noch ganz erleuchtend, darum habe ich ihn notiert – jetzt habe ich ihn mal kurz gegoogelt <- (das Wort sieht Scheisse aus) und stelle fest, das er nur eins dieser Zitate ist, die man gerne unter seine Forumsbeitraege setzt, um zu zeigen das man auch noch in andere Richtungen denken kann. Egal jetzt bleibt er stehn, ich habe immer noch vor, nichts zu loeschen, sozusagen Dogma07 fuer mein eigenes Geschreibsel. Das Buch von dem Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt, hat mir Spass gemacht (Danke Klaus), ich musste dauernd schmunzeln und an einer Stelle sogar richtig lachen:
...
Von Hunden sei nie die Rede gewesen, sagte Julio.
Weiter südlich, sagte Mario und schob seinen Zylinder zurecht, wo die Leute wahsinnig seien und rückwärts sprächen, gebe es Zwerghunde mit Flügeln. Das habe er selbst gesehen.
Er auch, sagte Julio. Aber jetzt seien sie ausgerottet. Gefressen von den sprechenden Fischen.
...
Die Stelle habe ich im Flieger von Zuri nach Berlin erwischt, und wer mich kennt, weiss, das wenn ich Sachen richtig komisch finde, meine Gesichtszüge ziemlich entgleiten. Da war diese hübsche Stewardess, die hat mich vorher immer mit ihrem Lächeln bedacht, die hat ganz genau hingeschaut, ob ich auch kein duchgedrehter Flugzeugsprenger bin und nachdem klar war das dies mein normales Humorgesicht ist, mich nicht wieder angesehen hat.
Das ich grosser Lewis Caroll Fan bin, ist kein Geheimniss und hat eine lange Vorgeschichte: Ich muss acht oder neun gewesen sein, als mich die Röteln tagelang im abgedunkeltem Zimmer festgehalten haben, ich weiss natürlich nicht mehr viele Einzelheiten, aber meine Mutter hat mir ziemlich im Endstadium ein kleines Buch aus der Stadt mitgebracht. Das war insofern schon ein tolles Ding, weil es ganz neu war und kein abgelegtes Kinderbuch der Verwandtschaft. Es war eine grade neu erschienene Ausgabe von Alice im Wunderland, winzig klein, aber dadurch sehr dick, 120 Seiten sind eine Menge Seiten für einen kleinen Jungen. Ich habe es in mehreren Lese- und Fieberschüben durchgelesen und die Lektüre hat starke Bilder in meinem Kopf festgesetzt, was aber auch an den tollen Illustrationen lag, die weder viktorianisch noch psychedelisch waren, sondern sehr klar und einfach. (Ich weiss das alles so gut, weil das Büchlein noch habe.)
Wer die Geschichte nicht kennt und am Ende auch nicht weiss was wohl ein Schnark ist, der möge googeln, die Geschichten von Herrn Caroll sind inzwischen frei im Netz. Es gibt auch ungefähr 1000 Verfilmungen, zu denen man nur sagen kann, das sie blöd sind (Walt Disney), man sie Kindern nicht zeigen kann (Svankmeyer) oder aussehen wie dumme Modenschauen, wenn Whoopie Goldberg mitspielt, wirklich komisch ist ein Pornomusical aus den 70ern. Was mich ueberhaupt heute dazu gebracht hat, darüber zu schreiben, ist eine Meldung über eine neue Comicversion von Alice in Sunderland und einer großartigen neuen Idee eine Rezension darzustellen.
Habe ich eigentlich schon erzählt das ich mir selber zu Weihnachten ein Mikroskop mit USB Kamera geschenkt habe, na ja, in den Wassertropfen aus der Blumenvase hat sich nichts bewegt …
Frohes neues Jahr, auch für alle Nichtschwimmer.
Wenn argumentatorisch mal wieder alle Asse ausgeteilt sind, und das ist bei jungen Menschen sehr schnell der Fall, dann kann man in seinem Streben geschmacksverstärker- und farbstoff-frei zu kochen einfach alte Muster neu kombinieren. Das Fundament: ein Kartoffelpuffer, erster Stock: ein dicke Schicht Apfelmus, darauf als Krönung: einen Eierkuchen mit Zimt. Es ist die Hölle das zusammenzubraten und die Küche sieht danach aus wie ein Strafgericht, aber es schmeckt, auch großen Eissessern.
Achtung: Kindercontent und Wortspiel
Als der kleine Eissesser (k.E.) noch in einem Alter war, die ihm die Aussprache einzelner Worte erschwerte, hatte er auch die Angewohnheit, wenig zu trinken. Die beste Mutter hat das immer sehr in Sorge versetzt.
Zur gleichen Zeit habe ich mit sehr netten Leuten zusammen in einer DotCom Firma gearbeitet. Das war im schönen Charlottenburg (Schlottenburg), weil wir alle mit dem Geld nur so um uns geworfen haben, gab es Mittags oft Suhshi vom Bringedienst. Die Sojasauce wird ja in kleinen durchsichtigen Plasikfischen mitgeliefert, die am Ende natürlich leer sind. Ich habe mir an einem Tag einfach mal alle mitgenommen und aufgehoben, man weiss ja nie wofür man sie gebrauchen kann. Und später, an einem heissen Tag im Juli habe ich sie für den k.E. mit Apfelsaft gefüllt (immer wieder) und sie dann als Trinkenfische präsentiert, die ich bei der Arbeit am Zoo gefangen hätte. Er konnte sie zu der Zeit nur Tinkenfische nennen und mein Dielenfußboden hatte später Saftflecken in der Größe der Mecklenburger Seenplatte.